Wie Sie die App-Entwicklung wirklich erfolgreich verzögern

Wir sind uns alle einig: die Digitalisierung und der technologische Fortschritt ziehen immer mehr (mobile) Applikationen nach sich. Diese wollen erstellt, verwaltet und stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Und genau diese Tätigkeiten bieten eine enorme Betätigungsvielfalt für Menschen, die dem technologischen Wandel den Kampf angesagt haben. Getreu dem Motto “Alles bleibt, wie es ist!” versuchen sie ständig, Neuerungen zu verhindern. Wir zeigen, warum Application Lifecycle Management genau der richtige Wirkungskreis dafür ist.

Was ist eigentlich Application Lifecycle Management?

Das Application Lifecycle Management (ALM) umfasst alle Maßnahmen, die für die Entstehung, den Betrieb und schließlich das Einstellen einer App (meist gibt es dann einfach keine Updates mehr) erledigt werden müssen.

Warum eignet sich ALM für die Verzögerungstaktik?

Im Application Lifecycle Management kommen so viele einzelne Aufgaben zusammen, dass sich für App-Verweigerer viele Möglichkeiten zur Verzögerung bieten. Von der Anforderungsanalyse bis zum Verwalten der verschiedenen Releases gibt es viel zu tun. Zu den effektivsten Methoden kommen wir jetzt:

Entwicklung

Eigentlich geht es in der Entwicklung immer um Geschwindigkeit, alles soll am besten gestern fertig sein und produktiv genutzt werden, doch so einfach ist das meist nicht. Die wirksamste Methode, um bei der eigentlichen Entwicklung Zeit zu schinden, ist, für jedes Betriebssystem und jedes mögliche Endgerät native Anwendungen zu programmieren. Da kommen schnell einige Hundert Zeilen Code zusammen, die für jede Anwendung neu programmiert werden müssen. Verlassen Sie sich bloß nicht auf wiederverwendbare Inhalte, denn damit riskieren Sie, Ihre App in einem Bruchteil der Zeit umsetzen zu können.

Weiterer wichtiger Punkt sind neue Technologien, denn nicht nur die Anzahl der Endgeräte wächst ständig, intelligente Telefone, Uhren und Brillen können auch immer mehr. Sei es Indoor-Navigation, die Interaktion mit Beacons oder auch Augmented Reality, all diese Technologien müssen entsprechend des verwendeten Endgerätes individuell programmiert werden, das braucht entsprechend Zeit. Integrieren Sie also immer die neuesten Technologien und vor allem: setzen Sie auf interne Umsetzung, denn dann müssen sich die Kollegen erst einmal in die neue Technologie einarbeiten.

Releaseverwaltung

Jede Anwendung wir im Laufe ihres Lebenszyklus immer wieder mehr oder weniger gravierend verändert. Die manuelle Erstellung von Releaseinformationen ist dabei ein wunderbares Betätigungsfeld, das massiv Zeit kostet. Verzichten Sie im Idealfall auf ein schlüssiges Releasekonzept, denn das sorgt nur für überflüssige Ordnung, in der sich jeder Teil eines Teams unnütz schnell zurechtfindet. Für Eingeweihte wäre eine Applikation mit dem Releasestand 5.13.12. recht schnell zu identifizieren als 5. Hauptrelease, 13. Release mit neuen Features und 12. Iterationsstufe, um Fehler zu vermeiden. Ohne ein solch schlüssiges Konzept kann jeder seine Releasestände nach Gutdünken benennen und niemand findet sich mehr zurecht. Ein hervorragendes Mittel, um Verwirrung zu stiften und Zeit ins Land gehen zu lassen, ohne dass Applikationen produktiv genutzt werden können.

Änderungsdokumentation

Dokumentation ist in der Softwareentwicklung ein essentielles Thema, denn selbst wenn es nicht schnell gehen soll, kann es mehr als mühsam sein, Änderungen mehrerer Releases ohne Dokumentation nachzuvollziehen. Trotzdem gibt es auch in diesem Bereich Möglichkeiten, sehr lange beschäftigt zu sein, ohne dabei zu verzweifeln. Anstatt sich also auf ein System zu verlassen, das alle Veränderungen automatisch mit dokumentiert, setzt der Entwickler mit viel Zeit auf manuelle Dokumentation in Textverarbeitungsprogrammen.

 

besonders zeitaufwändig wird eine solche handgeschriebene dokumentation besonders für den leser wenn es keine allgemeinen standards gibt und rechtschreibung und zeichensetzung keine bedeutung beigemessen wird

 

Konfigurationstransporte

Ein System zur Entwicklung, eines für Tests und eines für den Produktivbetrieb: diese voneinander getrennten Bereiche sorgen für hohe Qualität bei der Softwareentwicklung. Allerdings müssen die Anwendungskonfigurationen pro Release auch zweimal umziehen.

Dabei lässt sich jede Menge Zeit schinden, ohne dass man dabei unproduktiv wirkt. Anstatt alle Konfigurationen via Mausklick zu einem Transportauftrag zu bündeln und diesen dann mit einem einfachen Mausklick von einem in ein anderes System zu übertragen, braucht der kluge Entwickler wesentlich länger, wenn alle Änderungen zunächst kompiliert und dann released werden müssen. Den so erzeugten Programmcode kann man dann manuell auf das Zielsystem übertragen – eine hervorragende Fehlerquelle.

Transport-Freigabe

Vier Augen sehen mehr als zwei, doch wenn nur zwei Augen Transporte kontrollieren, können sich viel einfacher Fehler einschleichen, die man dann als Ausrede verwenden kann, um lustig nocheinmal von vorne anzufangen. Externe Review-Tools, die diese Fehler verhindern, kosten nur unnötig Geld, das lässt sich doch viel besser in Kaffee und Pizza für die Entwickler investieren, oder?

Fazit

Herzlichen Glückwunsch, Sie wissen jetzt, wie man im ALM ganz wunderbar Zeit schinden kann, um die (Weiter-) Entwicklung von Anwendungen zu verzögern.

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